Beratung für deinen ersten SUP-Kauf

Verflixt nochmal, welches SUP soll ich kaufen? Auf dem Weg zu deinem ersten eigenen SUP-Board stellen sich garantiert ein paar Fragen. Welches ist das richtige SUP für mich? Wie viel Geld soll ich beim SUP-Kauf investieren? Und ja, der Blick ins Internet ist nicht gerade wegweisend im Meer an SUP-Marken und -Angeboten, die bis in den Discounter reichen. Verena von der Paddlerei will dir deshalb im Meer der vielen Angebote als Leuchtturm beim SUP-Kauf dienen. Und eines wird vorne weg verraten: Es ist unbeschreiblich, endlich sein eigenes SUP über das Wasser gleiten zu lassen.

  1. Inflatable SUP oder Hardboard?
  2. Wie lang, breit und dick sollte mein SUP sein?
  3. Welche SUP-Marke passt zu mir?
  4. Wie viel Geld für ein SUP ausgeben?
iSUP 11,6 Ltd Indiana SUP
iSUP 11,6 Ltd Indiana SUP

Inflatable SUP oder Hardboard?

Also leuchten wir dieses Feld einmal aus. Eine Beratung für das richtige SUP ist eine individuelle Angelegenheit. Je tiefer ein SUPler in der Materie drin ist, desto eher kann er sich die vielen Fragen selbst beantworten, die sich für eine Anschaffung stellen. Da es aber auch uns zu Beginn unserer SUP-Zeit so ging, dass wir kaum durchblicken konnten, was nun das Richtige für uns ist, wenden wir uns mit dieser Beratung zum SUP-Kauf an Einsteiger und Freizeitsportler. Du bist hier also genau richtig.

Ob du ein SUP zum Aufpumpen (iSUP – i = inflatable, also aufblasbar) oder besser ein Hardboard kaufst, ist relativ schnell geklärt, wenn wir auf die Vorteile der beiden Alternativen blicken.

Warum ist ein inflatable SUP für Einsteiger besser als ein Hardboard?

Ein iSUP ist leicht zu transportieren, schnell in der Boardtasche zu verstauen und nimmt bei der Lagerung wenig Platz weg. Heutzutage sind die Boardtaschen meist so entwickelt, dass sogar die Ausrüstung wie Pumpe, Paddel, Leash (Leine, die zwischen Brett und Paddler festgebunden wird) und Weste mit in die Tasche passen. Herrlich einfach. Außerdem ist ein iSUP in der Regel deutlich günstiger als ein Hardboard (hier der Vergleich von Indiana).

Von den Vorteilen eines Hardboards profitieren wir vor allem dann, wenn wir den Blick Richtung Rennen und Welle richten. Aber auch wenn du am Wasser lebst oder dieses lange Brett problemlos auf einem Anhänger transportieren kannst und die Kaufsumme keine Magenschmerzen verursachst (tuts bei mir), ist ein Hardboard eine gute Wahl. Das Fahrgefühl unterscheidet sich nämlich deutlich von dem auf dem iSUP. Obacht: Gleichzeitig bedeutet das nicht, dass iSUPs schlechter sind. Aber Hardboards fühlen sich hochwertiger an, sind schneller, die Carbonboards sind sehr leicht und deshalb wendig zu fahren. Und oft sind sie auch designtechnisch eine Nummer interessanter.

Nachteilig am Hardboard ist die vergleichsweise geringere Strapazierfähigkeit. Auch wenn die Technologie dahingehend immer besser wird, so verzeiht ein aufblasbares Board einen Stoß gegen einen Steg oder ein anderes Board deutlich besser, als die hochwertigen Carbon-Bretter.

Die meisten Einsteiger greifen zu einem iSUP – das ist aus den genannten Gründen sinnvoll und auch Verena rät dazu.

Wie lang, breit und dick sollte mein SUP sein?

Euch ist sicher aufgefallen, dass jede Brettbeschreibung mit vielen Zahlen und Strichen versehen ist. Das ist nichts anderes, als eine verkomplizierte Art, um das Brett auf drei verschiedene Arten zu beschreiben. Inch und Zoll lassen sich schließlich in das metrische System übersetzen. Das Zahlen-Wirrwarr sagt also nichts anderes aus wie: Dein Brett ist so lang, so breit und so dick. Na, seht ihr wieder klarer?

Warum wird nun auf diese Angaben so viel Wert gelegt? Weil es auf dem Brett auf Performance ankommt. Und die wiederum variiert von Paddler zu Paddler und somit wirkt sich das Fahrverhalten jedes SUPers auf jedem Brett unterschiedlich aus. Ein großer, kräftiger Mann wird ein vier Meter langes Brett einfach steuern, als ein Zwölfjähriger, der gerade mal 50 Kilo auf die Wage bringt. Somit müssen wir uns also erst einmal uns selbst anschauen und können dann entscheiden, welches Brett für uns geeignet ist. Selbst für mich – trainierte Frau mit 1,77 Meter Größe und im Schnitt 70 Kilo auf der Waage – ein 10,6er Inflatable ist für Flusstouren nicht wirklich effektiv, auch wenn es Spaß macht. Mein Lieblingsbrett misst 11,6 Fuß (iSUP). Auch ein 12,6er und ein 14 Fuß-Brett sind für mich auf dem Fluss eine gut Wahl, gerade wenn ich viel Gepäck dabei habe und das unter zwei Gepäcknetzen spannen kann.

Je länger ein Brett ist, und desto gerader seine Form ist, desto treuer bleibt es in der Spur. Das bedeutet, mehr Paddelschläge sind auf einer Seite möglich, bevor ich das Paddel in die andere Hand tausche. Durch die Länge verliert das Brett allerdings an Wendigkeit.

Ist ein Brett dick und breit, hat es vermutlich viel Volumen und ist sehr kippstabil. Das bedeutet, dass selbst schwere Personen nicht auf das Paddeln verzichten müssen – oder zumindest keine nassen Beine bekommen. Außerdem verzeihen breitere Bretter eher mal einen Wackler, ohne gleich ins Wasser abzusteigen. Will man also auf Nummer sicher gehen, lieber eine Breite zwischen 30 und 32 Inch nehmen. Für geübte Tourenfahrer darf es auch mal zwischen 29 und 27 Inch sein.

Zwei weitere Einheiten, die du dir schon einmal einprägen solltest, sind PSI und bar – so wird der Druck deines Inflatables gemessen. Lasst euch nicht täuschen: Selbst wenn sich das Board aufgeblasen anfühlt, werft einen Blick auf das Barometer und ihr werdet feststellen: wir sind noch lange nicht am Ziel. Wie stark euer Brett aufgeblasen sein sollt, steht am Bayonette-Verschluss.

Mehrere Paddler haben übrigens bereits versucht, Boards mit Überdruck zum Platzen zu bringen. Das hat nicht funktioniert. Also keine Scheu vor ein bisschen zu viel Druck. Bevor das Board kaputt geht, versagt eure Kraft.

*Werbung* Wir haben noch was für euch. Speziell für die Kunden der Paddlerei gibt es zehn Prozent Rabatt mit dem Code PADDLEREI10X – was ihr dafür tun müsst? Schaut im Shop unseres Partners Indiana vorbei. Wir arbeiten seit der Firmengründung mit ihnen zusammen und haben auf den Messen regelmäßig persönlichen Kontakt, um uns von der Arbeit und von der Entwicklung zu überzeugen. Wir können die SUP-Marke daher wärmstens weiterempfehlen. Seit 2020 gibt es auf deren Homepage übrigens den Board-Finder – so kommt ihr noch einfacher zu eurem Wunschbrett. Klickt hier auf http://boardfinder.indiana-sup.ch/ch/.

Welche SUP-Marke passt zu mir?

In der SUP-Branche verhält es sich wie in jeder anderen Sportart auch. Gute SUPs müssen nicht teuer sein, aber zwischen den Billo-Boards aus dem Discounter und den High-End-Produktionen liegt ein irrer Unterschied. Welche SUP-Marke zu euch passt, hängt also grundsätzlich einmal davon ab, was ihr euch leisten wollt.

Lasst euch nicht von SUP-Board-Tests in die irre führen. Sie sind lediglich eine kleine Bandbreite dessen, was es gibt. Ohne diese Tests in irgendeiner Weise werten zu wollen, aber nichts geht über eine eigene kleine Feldstudie. An vielen Stationen könnt ihr Boards testen und somit die Unterschiede kennenlernen. Hände weg von der bei Google sehr hoch gerankten SUP-Beratung von Computerbild. Man bekommt genau das, was man erwartet. Ist wie mit dem Billo-Board aus dem Discounter. Lesezeit und Geld sind an anderer Stelle besser investiert.

Wie viel Geld für ein SUP ausgeben?

Ein gutes Einsteigerset (Board, Paddel, Tasche, Finnen, Leash) ist teuer. Vergleichbar mit der Ausrüstung guter Ski. Gerade am Anfang lohnt es sich deshalb, ein gebrauchtes Board zu kaufen. Denn mal abgesehen vom Design, geht es bei SUP auch um das Fahrgefühl. Oder um die richtige Form des Paddels.

Beispiel für ein hochwertiges Damenboard inklusive Tasche, Paddel und Finne: Das Indiana SUP 11,6 LTD. Der Verkaufspreis liegt bei 999 Euro, mit dem Rabattcode PADDLEREI10X bekommt ihr zehn Prozent auf euren Einkauf im Online-Shop von Indiana (hier klicken).

Durch den Rabattcode könnt ihr euch also viel Geld sparen. Oder aber ihr kauft ein gebrauchtes Set. Wir haben immer wieder auch im Verleih Bretter zum Abverkauf. Fragt also gern nach.

Qualitativ hochwertige Bretter gibt es darüber auch von Fanatic oder Starboard. Etwas preiswerter ist das Material von Light, aber dennoch empfehlenswert.

Falls ihr ein gebrauchtes SUP kauft, dann versichert euch, das keine Löcher im Board sind.

Hier haben wir noch ein paar Artikel verlinkt, die euch auch noch interessieren könnten.

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